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Lohnende Aussichten: So hoch ist das Gehalt von Steuerberatern

von Lea Kröner

von taxspotting Redaktion 30. Spetember 2025

Steuerberater am PC besprechen sich
Foto: GettyImages

Der Beruf des Steuerberaters zählt zu den anspruchsvollsten, aber auch zu den lukrativsten Tätigkeiten im Bereich der Wirtschaft und des Rechts. Neben der fachlichen Expertise erwarten Berufseinsteiger attraktive Verdienstmöglichkeiten – und mit wachsender Erfahrung eröffnen sich weitere finanzielle Perspektiven.

 

Doch wie viel verdient ein Steuerberater? Wer sich für den Weg zum Steuerberater entscheidet, sollte wissen: Das Gehalt variiert je nach Arbeitgeber, Standort, Berufserfahrung und Spezialisierung erheblich.

 

Der Anfang: Wie hoch ist das Einstiegsgehalt für Steuerberater?

 

Nach dem erfolgreichen Bestehen des Steuerberaterexamens beginnt für viele der Einstieg in eine Steuerkanzlei, ein Unternehmen oder die Selbstständigkeit. Das durchschnittliche Steuerberater-Einstiegsgehalt liegt in Deutschland zwischen 55.000 und 70.000 Euro brutto jährlich. Maßgeblich sind dabei:

 

- Kanzleigröße: In kleinen Steuerkanzleien fällt das Gehalt meist geringer aus (etwa 50.000 Euro), während mittelgroße bis große Sozietäten bis zu 70.000 Euro bieten.

- Regionale Unterschiede: In Ballungsräumen wie München, Frankfurt oder Hamburg liegen die Gehälter tendenziell höher als in ländlichen Regionen.

- Vorqualifikation: Wer bereits Berufserfahrung als Steuerfachangestellter oder Steuerfachwirt mitbringt, kann mit einem höheren Einstiegsgehalt rechnen.

 

Unternehmen oder im öffentlichen Dienst beginnen Steuerberater häufig in Positionen mit tariflicher Eingruppierung oder individuellen Gehaltsverträgen, die ebenfalls ein solides Einstiegsgehalt bieten.

 

Aufstieg und Spezialisierung: So entwickelt sich das Steuerberater-Gehalt


Mit zunehmender Berufserfahrung, Spezialisierung und Verantwortung steigen auch die Verdienstmöglichkeiten deutlich. Im Laufe der Karriere lassen sich folgende Gehaltsstufen beobachten:

 

- Nach 3 bis 5 Jahren Berufserfahrung sind 75.000 bis 90.000 Euro realistisch, besonders in Unternehmen oder größeren Kanzleien.

- Partner in einer Kanzlei oder Niederlassungsleiter können mehr als 120.000 Euro verdienen, hinzu kommen oftmals Gewinnbeteiligungen oder Bonuszahlungen.

- Spezialisten für internationales Steuerrecht, Unternehmensnachfolge oder Konzernbesteuerung sind besonders gefragt und können entsprechend hohe Honorare erzielen.

 

In der Selbstständigkeit hängt das Gehalt für Steuerberater stark von der Mandatsstruktur, der Kanzleigröße und dem regionalen Wettbewerb ab. Erfolgreiche Einzelkanzleien erzielen oft Jahresgewinne im sechsstelligen Bereich.

 

Weitere Faktoren beim Gehalt: Steuerberater übernehmen Verantwortung und Zusatzqualifikationen

 

Ein höheres Gehalt ist meist an mehr Verantwortung gekoppelt. Wer Personalverantwortung übernimmt oder als fachlicher Ansprechpartner agiert, wird entsprechend vergütet. Auch Zusatzqualifikationen, etwa als Fachberater für internationales Steuerrecht oder Wirtschaftsprüfer, erhöhen das Gehalt von Steuerberatern deutlich.


Ein weiterer Aspekt ist das Honorarsystem. Kanzleien rechnen nach der Steuerberatervergütungsverordnung (StBVV) ab. Wer selbstständig ist, hat bei entsprechender Auslastung direkten Einfluss auf die Höhe seiner Einnahmen.

 

Viel Potenzial: Einkommen freiberuflicher Steuerberater

 

Freiberuflich tätige Steuerberater haben die Möglichkeit, ihr Einkommen weitgehend selbst zu gestalten. Der durchschnittliche Jahresgewinn einer Einzelkanzlei liegt laut Branchenerhebungen bei etwa 80.000 bis 150.000 Euro brutto, wobei diese Spanne stark von der Mandatsstruktur, dem Standort und der persönlichen Arbeitsbelastung abhängt.


In wirtschaftsstarken Regionen mit hoher Unternehmensdichte und geringer Konkurrenz können deutlich höhere Gewinne erzielt werden. Entscheidend sind neben dem betriebswirtschaftlichen Geschick auch die Fähigkeit zur Mandantenbindung und effiziente Kanzleistrukturen.


In größeren Kanzleien mit mehreren Berufsträgern, angestellten Mitarbeitern und digitalisierten Prozessen sind Gewinne pro Partner von mehr als 200.000 Euro jährlich keine Seltenheit. Wer sich zusätzlich auf lukrative Nischen spezialisiert – etwa Unternehmensnachfolge, internationales Steuerrecht oder betriebswirtschaftliche Beratung – kann durch projektbasierte Honorare sein Gehalt als Steuerberater nochmals steigern.


Dennoch sollten Freiberufler einkalkulieren, dass sie selbst für Krankenversicherung, Altersvorsorge und Betriebskosten aufkommen müssen. Im Gegenzug genießen sie ein hohes Maß an unternehmerischer Freiheit und Gestaltungsspielraum.

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