Karriere als Steuerberater starten: Diese Job-Optionen gibt es
von Annette Albrecht
von taxspotting Redaktion 08.05.2025
Nach der Bestellung zum Steuerberater eröffnen sich zahlreiche Job-Möglichkeiten. Die wichtigsten Arbeitgeber im Überblick.
Ob als angestellter Steuerberater in einer der „Big Four“-Gesellschaften, in einer mittelständischen Kanzlei oder als Partner in einem Netzwerk – es gibt viele Karrierewege für Steuerberater und jeder hat so seine Vorzüge.
Ein Blick auf die Berufsstatistik 2024 verrät, dass die Mehrzahl der deutschen Steuerberater selbstständig ist. 59.889 Steuerberater gehen diesen Weg, das entspricht einer Quote von 66,4 Prozent. Viele der Selbstständigen leiten dabei eine Einzelpraxis – bundesweit gibt es davon gut 36.000. Im Gegensatz dazu stehen 30.286 angestellte Steuerberater, die in Unternehmen, Kanzleien oder Steuerberatungsgesellschaften tätig sind.
Als Steuerberater selbstständig machen: Kanzlei gründen und Mandanten gewinnen
Selbstständig kommt jedoch, sagt das Wirtschafts-ABC, von selbst und ständig. Als Einzelkämpfer ist man sein eigener Chef, trägt aber auch allein die Verantwortung, sowohl für die Firma als auch die Angestellten. Das ist besonders schwer, wenn eine eigene Kanzlei aufgebaut wird. Gerade in der Gründungsphase einer eigenen Kanzlei sind hohe Anfangsinvestitionen, die Akquise neuer Mandanten und der Aufbau eines Teams zentrale Herausforderungen.
Neben den fachlichen Aufgaben müssen Selbstständige auch Buchhaltung, Marketing und Personalmanagement übernehmen. Doch mit einer guten Strategie zur Mandantenakquise, einer klaren Positionierung und dem Einsatz digitaler Lösungen lässt sich eine erfolgreiche Steuerberatungskanzlei aufbauen.
Angestellter Steuerberater: Karriere bei Big Four und Mittelstand
Um feste Einnahmen zu haben, lassen sich manche Steuerberater als Syndikus anstellen. In diesem Fall erledigen sie für ihren Arbeitgeber zum Beispiel die Erstellung von Jahresabschlüssen und Steuererklärungen oder die Vertretung des Unternehmens bei Finanzbehörden. Daneben helfen sie Mandanten als selbstständige Steuerberater weiter.
Andere lassen sich lieber gleich in Vollzeit anstellen. Dazu stehen verschiedene Arbeitgeber offen. Die bekanntesten sind die „Big Four“: Ernst & Young (EY), Pricewaterhouse Coopers (PwC), KPMG und Deloitte dominieren den Markt der Beratungsdienstleistungen. Sie haben vor allem Großkonzerne als Mandanten. Eher mittelständische Unternehmen haben dagegen die „Second Tier“-Gesellschaften als Mandanten.
Karriere als Steuerberater voranbringen: Teil eines Netzwerks werden
Darüber hinaus gibt es einen Weg, der die Vorteile von Selbstständigkeit und Angestelltenverhältnis vereint. In einer Steuerberatungsgesellschaft, die Teil eines Netzwerks ist, genießen Steuerberater viele Freiheiten, bekommen zugleich aber Unterstützung.
So leiten sie etwa eine eigene Niederlassung und haben hier bei der Ausrichtung und Spezialisierung die Möglichkeit, selbst zu entscheiden. Außerdem stellen sie sich ihr eigenes Team für ihre Niederlassung zusammen.
Zugleich bietet ein Netzwerk wie das der DBB DATA Rückhalt. Bei speziellen fachlichen Fragen gibt es immer einen Kollegen, der weiterhelfen kann. Auch bei strategischen Entscheidungen ist es vorteilhaft, Teil eines Netzwerks zu sein. Ideen können in einer Niederlassung getestet werden. Zeigt es sich, dass die Umsetzung funktioniert, profitiert das gesamte Netzwerk. Gerade in Zeiten des digitalen Wandels fallen so Veränderungen leichter.
