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Multitasking

Ein Mythos mit Nachteilen

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von taxspotting Redaktion 11. Februar 2021

Multitasking kostet Zeit: Denn wer nur mal schnell für drei Minuten etwas anderes macht, benötigt später zwei Minuten, um sich bei der ursprünglichen Aufgabe wieder auf dem gleichen Stand wie vorher zu bringen. © AdobeStock

In vielen Büros gilt es als erstrebenswert, viele Aufgaben gleichzeitig absolvieren zu können. Doch Vorsicht: Am Ende wird die Arbeit weniger gewissenhaft ausgeführt.

Auf dem Computerbildschirm wartet die Steuererklärung eines mittelständigen Unternehmens darauf, bearbeitet zu werden, als ein Mandant anruft und wissen will, welche Werbungskosten er als Festangestellter absetzen kann. Nebenbei noch fix das E-Mail-Postfach checken und der Auszubildenden zuzwinkern. Es gibt Menschen, die lieben solche Situationen. Einfach toll, diese Fähigkeit, unterschiedliche Dinge gleichzeitig zu wuppen!

 

Stress fürs Gehirn

Doch Vorsicht: Es gibt zwar Menschen, denen es nichts ausmacht, mit vielen Dingen zugleich konfrontiert zu werden, die dann sogar dabei zu Höchstleistungen auflaufen. Die Forschung sagt jedoch, dass sich unser Gehirn immer nur auf eine Aufgabe konzentrieren kann. Zumindest dann, wenn es sich um komplexe Aufgaben handelt. Spazierengehen und gleichzeitig zu telefonieren ist sicher machbar. E-Mails zu lesen und der Kollegin zuzuhören ist dagegen schon schwieriger. Auch wenn wir glauben, dass wir alles gleichzeitig tun, erledigen wir tatsächlich alles nacheinander – und unterbrechen uns immer wieder selbst. Purer Stress für das Gehirn!

 

Multitasking ist auch Zeitverschwendung

Am Ende kostet Multitasking sogar Zeit: Wer nur mal schnell für drei Minuten etwas anderes macht, benötigt später zwei Minuten, um sich bei der ursprünglichen Aufgabe wieder auf dem gleichen Stand wie vorher zu bringen. Je häufiger sich ein Mensch ablenken lässt, desto mehr Zeit wird er am Ende vergeudet haben.

 

Männer und Frauen sind darin gleich schlecht

Eine Forschergruppe aus Aachen hat untersucht, ob es ein geschlechtsspezifisches Talent für Multitasking gibt. Frauen wird diese Fähigkeit schließlich öfter nachgesagt. Dabei ließen sie 48 Frauen und 48 Männer gegeneinander antreten. Ihre Aufgabe: Buchstaben und Zahlen dahingehend zu untersuchen, ob es sich um Vokale oder Konsonanten, um gerade oder ungerade Zahlen handelt. Das Ergebnis: Schnelligkeit ging auf Kosten von Genauigkeit, kein Geschlecht schnitt besser ab als das andere.

 

Schlechtere Leistung durch Multitasking

Multitasking führt zu einem Leistungsabfall. Das bekräftigt auch eine Studie von Wissenschaftlern aus Stanford, die zwei Gruppen miteinander verglich. Die einen waren es gewohnt, verschiedene Dinge auf einmal zu erledigen, die anderen nicht. Beide Gruppen bekamen eine Reihe von Aufgaben, die sie gleichzeitig bearbeiten mussten. Erstaunlicherweise erledigten diejenigen, die keine Erfahrungen mit Multitasking hatten, ihre Aufgaben besser als die geübten Multitasker. Der Grund: Instinktiv konnten sie schneller wichtige von unwichtigen Informationen unterscheiden.

 

Fazit: Multitasking lässt sich nicht trainieren. Und es wirkt sich offensichtlich nicht vorteilhaft aus.

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